Zitronenmelisse: das duftende Küchenkraut, das sich fast von selbst vermehrt
Reiben Sie ein Blatt zwischen den Fingern und Sie riechen sofort frische Zitrone, ganz ohne Frucht. Die Zitronenmelisse (Melissa officinalis) ist eine winterharte, mehrjährige Staude, die bis zu 80 cm hoch wird und einen buschigen Wuchs bildet. Ihr größter Vorteil: Sie liefert von Mai bis September aromatische Blätter für Tee, Salate und Desserts. Ideal für Kräuterbeet, Topf oder als duftender Bodendecker – und dank ihres schnellen Wachstums haben Sie schon im ersten Jahr reichlich Ernte.
Warum die Melisse in jeden Kräutergarten gehört
Anders als viele empfindliche Kräuter ist die Zitronenmelisse bis -19 °C winterhart (Zone 6b) und übersteht deutsche Winter problemlos im Freien. Sie zieht im Herbst ein und treibt im Frühjahr kräftig neu aus. Ein Tipp aus der Praxis: Schneiden Sie die Pflanze nach der ersten Ernte kräftig zurück, dann bildet sie frisches, besonders aromatisches Laub statt zu verholzen.
Melissa officinalis: mellifère und wertvoll für Bienen
Von Juni bis August erscheinen unscheinbare grüne Blüten, die Bienen und Hummeln magisch anziehen – der botanische Name Melissa stammt sogar vom griechischen Wort für Honigbiene. Damit passt sie perfekt in einen naturnahen Garten. Beachten Sie aber: Wer die Blätter für die Küche nutzt, erntet am besten vor der Blüte, denn dann ist das Zitronenaroma am intensivsten.
Standort und Pflege der Zitronenmelisse
Am wohlsten fühlt sie sich in frischem, durchlässigem und nährstoffreichem Gartenboden an sonnigem bis halbschattigem Platz. Als robuste Staude braucht sie kaum Pflege, nur gelegentliches Wässern in Trockenphasen. Ein wichtiger Hinweis: Die Melisse versamt sich gern selbst. Schneiden Sie die Blüten vor der Samenreife ab, wenn Sie eine Ausbreitung vermeiden möchten. Als eine der pflegeleichtesten Stauden ergänzt sie andere Sträucher und Stauden im Beet ideal und liefert Jahr für Jahr zuverlässig frisches Aroma.


















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