Wimper-Perlgras (Melica ciliata): das seidige Ziergras für trockene, sonnige Ecken
Wenn im Juni die ersten Ähren aufgehen, sieht das Wimper-Perlgras aus, als hätte man Raureif über die Beete gestreut: dicht behaarte, cremeweiße Ährchen fangen das Licht ein und wiegen sich im leisesten Wind. Diese Graminee (Melica ciliata) wird rund 50 cm hoch, wächst horstig-aufrecht und ist ideal für heiße, trockene Standorte, an denen andere Pflanzen aufgeben. Ihr immergrünes, feines Laub bringt auch im Winter Struktur ins Beet.
Warum das Wimper-Perlgras trockene Steingärten rettet
Anders als viele weichen ZierGräser liebt Melica ciliata durchlässige, kalkhaltige und steinige Böden. Genau deshalb glänzt es dort, wo Regenwasser schnell versickert: an Trockenmauern, in Kiesbeeten und in vollsonnigen Rabatten. Einmal eingewurzelt braucht es kaum Wasser, was es zur perfekten Wahl für pflegeleichte Gärten im wärmer werdenden deutschen Sommer macht.
Melica ciliata im Vergleich zu anderen Gräsern
Während viele Gräser erst spät im Jahr blühen, öffnet das Wimper-Perlgras seine Rispen schon im Juni und blüht bis August. Die Ähren bleiben lange stehen und trocknen elegant ein, ideal auch für Trockensträuße. In Kombination mit anderen Gräsern oder niedrigen Sträuchern und Stauden entsteht ein natürlich wirkendes Präriebeet mit langer Saison.
Winterhart, bienenfreundlich und langlebig
Mit einer Frosthärte bis -22 °C (Zone 6a) übersteht diese Pflanze auch strenge Winter in Höhenlagen problemlos. Sie ist mellifer und lockt Insekten an. Ein Tipp: Rückschnitt erst im zeitigen Frühjahr, denn das stehengelassene Laub schützt den Horst vor Nässe und Kälte. Zu feuchter Boden ist der einzige echte Fehler, den es zu vermeiden gilt.























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