Perückenstrauch (Cotinus coggygria): die schwebenden Blütenwolken für sonnige Gärten
Im Hochsommer verwandelt sich der Perückenstrauch in eine rosa schimmernde Wolke: Nach der unscheinbaren Blüte im Juni und Juli bilden sich federleichte, haarige Fruchtstände, die wie zarter Rauch über dem Strauch schweben – daher der Name. Cotinus coggygria wird bis zu 5 m hoch, wächst breit und ausladend und eignet sich perfekt als Solitär, in einer freien Hecke oder als Blickfang im Beet. Er liebt volle Sonne und trockene, durchlässige Böden. Sein größter Trumpf: kaum eine andere Pflanze verbindet spektakuläre Herbstfärbung mit dieser luftigen Sommerblüte.
Warum der Perückenstrauch jeden sonnigen Standort aufwertet
Dieser Strauch fühlt sich dort wohl, wo andere Pflanzen kämpfen: auf kalkhaltigen, steinigen und trockenen Böden. Genau dieser karge Standort verstärkt die Farbintensität von Blättern und Blütenwolken. In nährstoffreicher, feuchter Erde wächst er zwar üppig, färbt sich aber schwächer – ein häufiger Fehler, den Sie mit einem drainierten Standort leicht vermeiden.
Cotinus coggygria im Wandel der Jahreszeiten
Das Laub startet grün, viele Sorten wie ‚Royal Purple‘ treiben tiefrot aus. Im Oktober flammt der Strauch in Orange bis Scharlachrot auf – ein Farbfeuerwerk, das kaum ein anderer Großstrauch bietet. Anders als der amerikanische Perückenstrauch (Cotinus obovatus) bleibt Cotinus coggygria kompakter und blüht deutlich reicher. In unserer Auswahl an Sträuchern zählt er zu den zuverlässigsten Herbstfärbern.
Schnitt und Pflege für einen gesunden Perückenstrauch
Mit einer Winterhärte bis -16 °C kommt er in Deutschland problemlos durch den Winter. Ein starker Rückschnitt im Frühjahr fördert großes, farbintensives Laub, kostet aber die Blüte – wer die Rauchwolken liebt, schneidet nur leicht aus. In der Rubrik Sträucher und Stauden gehört er zu den Klassikern von Bakker, die mit minimalem Aufwand viel Wirkung bringen.



















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