Meerrettich (Armoracia rusticana): die scharfe Wurzel, die fast von allein wächst
Einmal gepflanzt, bleibt der Meerrettich (Armoracia rusticana) meist ein Leben lang im Beet. Diese mehrjährige Wurzelpflanze wird rund 60 bis 120 cm hoch, bildet lange, würzig-scharfe Pfahlwurzeln und liefert von Oktober bis Dezember eine kräftige Ernte für Küche und Vorratskammer. Ihr größter Vorteil: Sie ist extrem robust, winterhart bis -22°C und gedeiht sonnig wie halbschattig. Anders als milde Küchenkräuter entwickelt sie ihre volle Schärfe erst beim Reiben der frischen Wurzel.
Warum der Meerrettich in fast jeden Garten passt
Meerrettich ist anspruchslos und verzeiht Anfängerfehler. Er wächst in fast jedem tiefgründigen Boden, treibt zuverlässig aus und braucht nur mäßige Wassergaben. Genau deshalb ist er ideal für alle, die frischen Meerrettich kaufen und selbst ernten möchten, ohne viel Pflegeaufwand.
Armoracia rusticana richtig pflanzen und in Schach halten
Setzen Sie die Seitenwurzeln (Fechser) im März, April oder September/Oktober rund 10 cm tief und leicht schräg. Ein wichtiger Expertentipp: Meerrettich breitet sich stark aus, denn jedes Wurzelstück treibt neu. Grenzen Sie ihn mit einer Wurzelsperre oder einem großen Kübel ein, sonst erobert er ganze Beete. Wer die Ernte bündelt, gräbt im Spätherbst die dicksten Wurzeln komplett aus.
So holen Sie die beste Schärfe aus der Wurzel
Die Schärfe entsteht erst beim Reiben, wenn Zellen aufbrechen. Ernten Sie die Wurzeln nach dem ersten Frost, dann sind sie am aromatischsten. Sie können auch selbst Samen für den Gemüsegarten ergänzen, doch für kräftige Wurzeln lohnt sich der Klassiker. In einem gut geplanten Gemüsegarten liefert diese Bakker Wurzel jahrelang würzige Ernten. Vorsicht beim Verarbeiten: Der Saft kann Augen und Atemwege reizen.























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